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Nachrichten rund ums Murrhardter Wetter


  01.03.2018 - veröffentlicht von Freddy Friedhoff    Bookmark and Share

Der Murrhardter Wetterverlauf im Februar 2018
Ein kühler Monat mit eisigem Abgang
Mit einer Durchschnittstemperatur von etwa -0,4 Grad Celsius war der Februar 2018 gegenüber dem langjährigen Mittel aus der Periode 1961 bis 1990 um mehr als ein Grad zu kalt. Dieses, nach dem Verlauf der letzten Jahre eher nicht zu erwartende Phänomen hatten wir vor allem dem Kaltlufteinbruch in der dritten Dekade zu verdanken. Damit wurde der hohe Wärmeüberschuss, den uns der Januar beschert hatte, fast wieder aufgezehrt. Das Maximum der Temperatur wurde am 14. mit nur +10,3° Celsius erreicht, der Tiefstwert lag am 28. bei -13,3° Celsius. An 23 Tagen herrschte morgens leichter Frost, zwei der letzten drei Tage des Monats waren gar Eistage. Niederschlag war eher Mangelware, wobei dieser in insgesamt sechs Tagen mal als Schnee aber auch als leichter Regen fiel. Die Niederschlagssumme lag bei mageren 26 Millimetern. Der Luftdruck schwankte zwischen 1002 und 1027 Hektopascal.

Im gleichen Wettermuster wie sich der Januar verabschiedet hatte startete der Februar 2018. Ganz viele dunkelgraue Wolken, Plusgrade und Regen. Sudeliger geht es kaum noch. Nach dem Wetter am Murmeltiertag (2.) zu urteilen, dürfte der Winter vorbei sein, der Februar ist aber noch lang. Und: Schon am ersten Wochenende bahnte sich eine Wetterumstellung an. Am Sonntagnachmittag begann es bei Temperaturwerten knapp über dem Gefrierpunkt zunächst zu graupeln. Nach und nach ging der Niederschlag in echten Schnee über und hüllte die Landschaft in einen Hauch von Weiß.

In der Nacht zum Montag fiel das Thermometer dann sogar in den Frostbereich. Durch die komplette Woche auf Fasching zu hatten wird es dann mit Frostwechseltagen zu tun. Morgens Minusgrade, tagsüber stieg das Thermometer auf etwa fünf bis sieben Grad Celsius. Bei meist schwachem Wind bis Windstille konnte sich unser Zentralgestirn nur selten gegen die hochnebelartige Bewölkung über uns durchsetzen. Damit blieb es, auch wenn kein Niederschlag fiel, bei einer eher ungemütlichen Witterung.

Am Faschingswochenende war es dick eingemummelten Hästrägern wahrscheinlich um einiges wärmer als den Majorettes in ihren kurzen Kleidern. Bei Temperaturwerten um den Gefrierpunkt segelten ab und zu ein paar wenige Flocken Schnee vom Himmel. Am Rosenmontag durften wir nach langer Zeit noch einmal erfahren, dass es auch Sonnenschein gibt. Zwar zogen immer wieder dunkle Wolkenfetzen durch, im Großen und Ganzen war es aber eher sonnig. Dann kamen zwei Tage mit phantastischem Sonnenschein. Sonnenschein wie er schon seit Aberwochen nicht mehr war. Von früh bis spät war kaum ein Wölkchen am Himmel zu sehen.

Leider dauerte diese Wetterphase nicht lang an. Schon am Donnerstag waren wieder die Regen bringenden Grauwolken über uns. Für den Samstag war heftiger Schneefall vorhergesagt. Daraus wurde nichts. Zwar war die Landschaft leicht angezuckert, von den prognostizierten zehn Zentimetern Neuschnee war allerdings nichts zu sehen. In Kalenderwoche acht schickte sich die Großwetterlage an, etwas in diesem Winter noch nicht Dagewesenes auszutesten. Der Start in die Woche war zunächst aber zunächst einmal mehr vom altbekannten grauen Himmel geprägt.

Je weiter die Woche fort schritt, desto deutlicher bekamen wir die Folgen des sogenannten Polarwirbelsplits zu spüren, der in vollem Gange war. Dabei teilt sich das großräumige Höhentief, das sich üblicherweise über der Nordpolarregion dreht in zwei Teile, dazwischen bildet sich ein Hochdruckgebiet aus. Solch ein Polarwirbelsplit kommt nicht sehr häufig vor und wenn er auftritt ist der Weg frei für kalte Luft aus Nordosten. So kam es dann auch: Je weiter es in Richtung letztes Februarwochenende ging, desto kälter wurde es und desto beißender wurde der Ostwind. Die Frühtemperaturwerte lagen zwischen -2° Celsius und -8° Celsius, tagsüber stieg das Thermometer Dank ungehinderter Sonneneinstrahlung leicht in den Plusbereich. In windgeschützten Ecken war es in der Sonne recht angenehm auszuhalten.

In den letzten drei Februartagen und damit auch pünktlich zum meteorologischen Ende der Wintersaison 2017/18 geschah etwas, was es den kompletten Winter über noch nicht gegeben hatte: Wir hatten zwei Eistage, also Tage, an denen das Thermometer ganztägig nicht in den positiven Temperaturbereich stieg. Nachts war es mit Werten bis an -14° Celsius knackig kalt, tagsüber blieb es trotz recht viel Sonnenschein eisig. Vor allem der immer noch anhaltende Ostwind ließ die gefühlte Temperatur noch viel kälter erscheinen als es ohnehin schon war.

Da am ersten März aus meteorologischer Sicht der Frühling beginnt, werfen wir noch einen Blick auf die Wettereckwerte des vergangenen Winters. Mit einer Durchschnittstemperatur von 2,50 °C lag der Murrhardter Winter 2017/18 um 2,3 Grad über dem Mittelwert aus den Jahren 1961 bis 1990. Es fielen insgesamt 245 Millimeter Niederschlag. Damit hatten wir nur 82 Prozent des Schnitts zu verzeichnen. 53 trockene Tage im Winter 2017/18 stehen durchschnittlich 39 trockene Tage gegenüber. An einem Tag fiel mehr als 20 mm Niederschlag (üblich 2,5)




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