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Nachrichten rund ums Murrhardter Wetter


  01.02.2019 - veröffentlicht von Freddy Friedhoff    Bookmark and Share

Der Murrhardter Wetterverlauf im Januar 2019
Ein druchschnittlicher Wintermonat liegt hinter uns
Die Wetterküche hatte im Januar 2019 für viele Geschmäcker etwas zu bieten. Neben Schneefall, Starkregen und einem Stürmchen hatten wir auch ruhigere Tage. Lediglich Sonnenliebhaber dürften nicht auf ihre Kosten gekommen sein. So lag das Monatsmittel der Temperatur mit +0,5° Celsius auch nur ein Grad über dem langjährigen Wert. Unter 21 Frostwechseltagen gab es auch drei Eistage, an denen das Thermometer gar nicht über den Gefrierpunkt stieg. Der Maximalwert der Temperatur wurde Mitte des Monats mit 8,3° Celsius erreicht, der Tiefstwert lag am 20. bei -8,7° Celsius. Knapp 160 Liter Niederschlag pro Quadratmeter sind 50 Prozent mehr als sonst in einem Januar üblich. Der Luftdruck bewegte sich in einer Zickzackline aus dem Hochdruckbereich an Neujahr im Monatsverlauf weiter und weiter nach unten und lag zum Monatsende deutlich im Tiefdruckbereich.

Der Neujahrstag 2019 war bestens dazu geeignet, seinen Kater auf dem heimischen Sofa zu kraulen und zu liebkosen. Das Nebel-Feuerwerksgemisch der Nacht hatte sich zwar bis in den Vormittag hinein ein wenig aufgelöst, es blieb aber bei einem grauen, feinregnerischen Tag mit Temperaturwerten zwischen vier und sechs Grad Celsius. Tags darauf lagen wir mitten zwischen dem Hochdruckgebiet Angela über den Britischen Inseln und dem Tiefdruckgebiet Zeetje über dem Baltikum. Diese Zwischenlage bescherte uns bei Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt Schneeschauer aber auch kurze sonnige Abschnitte. Im weiteren Wochenverlauf blieb es bei fieser grauer Bewölkung, bis Freitag waren die Nächte frostig, tagsüber stieg das Thermometer nur wenig über Null.

Am sehr frühen Samstagmorgen (5.) setzte von Norden her Schnee ein. Bis der Schneefall um die Mittagszeit herum je nach Höhenlage mehr oder weniger in Regen überging war die Landschaft bis ins Tal in einen nass-weißen Schleier gehüllt. Der Wintereinbruch sorgte im Kreis für einige witterungsbedingte Verkehrsunfälle. Auch mussten einige unter der nassen Schneelast umgeknickte Bäume von den Straßen geräumt werden. Der leichte Niederschlag, oft auch nur als Nieselregen, ließ auch am Sonntag nicht nach. Bis Montagmorgen lagen im Tal nur noch Schneereste.

Am Dienstag (8.) machte sich das Sturmtief Benjamin, dessen Kern von den deutschen Küstengebieten in Richtung Polen unterwegs war, vor allem mit Regenschauern und einem ruppigen Wind bei uns bemerkbar. Auf seiner Rückseite floss wieder kältere Luft in unsere Region. Dies führte an Mittwochmorgen im Raum Schwäbisch Hall gar zu einem kurzen Gewitter. Nachdem am Freitag das Kältetal mit leichtem Frost durchschritten war setzte leichter Schneefall ein, der dennoch ausreichte Glätte bedingte Unfälle zu provozieren. Der Schneefall ging im Lauf des Samstags (12.) weiter. Bis sich der Tag seinem Ende zuneigte war selbst im Tal eine üppige geschlossene Schneedecke zu verzeichnen. Die weiße Pracht sollte aber nicht von Dauer sein. Am Sonntag gingen nämlich die Niederschläge weiter. Bei bis auf 7° Celsius steigenden Temperaturwerten wurde der Schnee nicht nur im Tal recht konzentriert in die Murr gespült. In der Folge berief die Stadt Murrhardt das Hochwassergremium ein und besetzte das Lagezentrum. Glücklicherweise ließen die Niederschläge gegen Abend nach, der Murrpegel Feuerwehrhaus zeigte nur kurzfristig Werte knapp über zwei Meter an. Der Pegel Oppenweiler stieg auf knapp drei Meter. So blieb die Murr an den für bewohntes Gebiet kritischen Stellen in ihrem Bett, das Hochwasserlagezentrum konnte seine Arbeit einstellen. In Summe waren an jenem Wochenende rund 65 Liter Wasser pro Quadratmeter als Schnee und Regen herunter gekommen, im Januar summierten sich die Niederschläge vor der Monatsmitte schon auf 127 Liter pro Quadratmeter. Nebenbei: Auf den Tag vor genau acht Jahren gab es das letzte größere Hochwasser, das damals gar den Sulzbacher Marktplatz erreichte.

Durch Kalenderwoche drei hindurch stellte sich die Wetterlage von nass-kühl zu trocken-kalt um. Zwar lag die Tageshöchsttemperatur bis einschließlich Freitag (18.) jeweils noch um 7° Celsius, nachts wurde es aber immer frostiger. Am Sonntag (20.) schrammten wir knapp an einem Eistag vorbei. In der Frühe zeigte das Thermometer -8,7° Celsius an, bei grau bewölktem Himmel stieg es am Nachmittag am Murrhardter Hofberg auf +0,3° Celsius. Die gegenüberliegende Talseite präsentierte sich den ganzen Tag über in weißem Raureif.

Für die vorletzte Januarwoche hatte manch eine Zeitung mal wieder mit der Russenpeitsche oder des Präsidenten eisiger Faust gedroht und den drohenden Weltuntergang ausgerufen. Dabei hatte sich lediglich, wie das im Winter nun manchmal passiert, der Polarwirbel geteilt. Die Folge davon ist, dass es kalte Kontinentalluft aus Nordosten leichter hat, bis nach Mitteleuropa zu gelangen, als wenn ein intakter Polarwirbel Westlagen mit relativ milder Atlantikluft begünstigt. Mitte der Woche passierte schließlich das Unvermeidbare. Nach einigen frostigen Tagen mit viel grauer Bewölkung setzte in der Nacht zum Donnerstag leichter Schneefall ein. Bei -4° Celsius blieb die weiße Pracht sogar noch liegen. Jener Tag war auch der erste Eistag des Winters. Der Höchstwert der Temperatur lag im Tal bei -1,1° Celsius. Auch der Freitag war noch ein Eistag bevor es am Wochenende mit bis zu 8° Celsius am Sonntag wieder wärmer wurde. Bis Montagmorgen waren auch die letzten Schneereste weggetaut oder von Regen weggespült, Platz genug für neuen war also da.

Am Montag der letzten Januarwoche herrschten morgens Temperaturwerte um den Gefrierpunkt. Dazu zogen von Westen her Schauer in die Region. Im Tal fiel der Niederschlag als Nassschnee, die Höhen um Murrhardt herum winterten mehr und mehr ein. Nach einem Mittwoch mit einem Mix aus Sonne und Wolken setzte am Ultimo nach einer frostigen Nacht im Lauf des Vormittags noch leichter Schneefall ein.







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