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Nachrichten rund ums Murrhardter Wetter


  01.03.2019 - veröffentlicht von Freddy Friedhoff    Bookmark and Share

Der Murrhardter Wetterverlauf im Februar 2019
Mit einer Durchschnittstemperatur von etwa 4 Grad Celsius gehörte der Februar 2019 gegenüber dem langjährigen Mittel aus der Periode 1961 bis 1990 zu den überdurchschnittlich warmen Februaren. An immerhin 24 Tagen herrschte morgens leichter Frost, ein Eistag war nicht mehr dabei. Dafür stieg das Thermometer in der Monatsmitte und zum Monatsende hin knapp über 20° Celsius. Niederschlag war nach zwei überdurchschnittlich nassen Monaten eher Mangelware. Dieser fiel an nur zwei Tagen als Regen. Die Niederschlagssumme lag bei mageren 24 Millimetern. Der Luftdruck schwankte mit einem Mittelwert von 1020 Hektopascal zwischen sehr niedrigen 984 zu Monatsbeginn und hohen 1036 Hektopascal.

Drei Tage lang mussten wir uns im Februar 2019 noch mit dem vom Januar bekannten grauen Wetter begnügen. Es wollte einfach nicht richtig hell werden, die Frühtemperaturen lagen um den Gefrierpunkt tagsüber fiel kaum messbarer Niederschlag in Form von Nebelnässen und Schneegriesel. Kalenderwoche sechs startete dann nach einer sternenklaren Nacht sonnig. Im Lauf der Woche drehte die großräumige Luftströmung schließlich wieder auf Richtung Südwesten. Die klaren Tage und vor allem die klaren Nächte hatten aber zur Folge, dass das Thermometer in der Nacht bis auf -6° Celsius in den Keller sackte. Tagsüber stieg es, mit Ausnahme des grau Wolken verhangenen Donnerstags (7.), mit Unterstützung der Südwestdüse knapp über 10° Celsius in den Positivbereich.

Zum Wochenende hin hatten die Wetterdienste von Westen her den Durchzug eines Sturmtiefs angekündigt. Schon im Lauf des Samstags frischte der Wind ein wenig auf, wir blieben aber bis in den Sonntagnachmittag mit milder Luft im Einfluss der dominierenden Südwestströmung. Um 17:00 Uhr fegte die Kaltfront des Sturmtiefs Uwe mit einigen ruppigen Böen und einem fünfminütigen Starkregen über Murrhardt hinweg. Hinter der Front war das Wetter recht ruhig, nur ab und zu erhoben sich noch ein paar Böen mit Schauereinlage.

Bis Montagmorgen war das Thermometer auf plus zwei Grad Celsius gefallen, aus dichter Bewölkung fielen vereinzelt Tropfen, in Höheren Lagen auch Schnee oder Schneeregen. Die eingeflossene arktische Kaltluft hielt sich am Dienstag bei einigen Sonnenlücken in den Wolken noch hartnäckig. Die Nacht zum Mittwoch war schließlich meist sternenklar, das Thermometer konnte so am Morgen auf -3° Celsius fallen. Tagsüber wurden wird dann unter Einfluss des starken Hochdruckgebiets Dorit von viel Sonnenschein verwöhnt, eine regelrechte Erquickung für Geist und Seele. Das Hoch war wirklich sehr kräftig und behielt bis über das Wochenende hinaus Standfestigkeit. Zwar blieb es in den Morgenstunden jeweils frostig, tagsüber konnte das Thermometer aber bei maximaler Sonnenscheinausbeute schnell ansteigen.

Das Wetter in Kalenderwoche acht stand zum Start der Woche noch unter dem Einfluss von Hoch Dorit. Ab Dienstag machte sich der Einfluss von Tief Werner bemerkbar, dessen Kern über das Nordmeer in Richtung Osten zog und in seiner Schleppe Wolken vom Atlantik her mitbrachte. Werner war aber ein Tief der eher harmlosen Sorte, denn sogar der vorhergesagte Regen blieb bei uns aus. Dafür tröpfelte es am Freitagmorgen (22.) ganz leicht, obwohl kein Wetterdienst dies wirklich auf dem Schirm hatte. Nachdem sich die Wolken bis in den Nachmittag hin aufgelöst hatte stand einer sternenklaren Nacht nichts im Weg. Am Samstag trübten nur ein paar Schleierwolken den Sonnenschein und es wehte noch ein frischer Wind aus unterschiedlichen Richtungen.

Der Sonntag (24.) präsentierte sich dann von Anfang bis Ende voll sonnig, das Thermometer stieg nach einer frostigen Nacht auf 19° Celsius. Ein Gefühl von Vor-Vor-Frühling lag in der Luft, zumal im Lauf der Woche Krokus, Schneeglöckchen und Co. ihre Blüten geöffnet hatten. Bis ein paar Stunden vor Monatsende änderte sich an dieser Wetterlage nichts. Morgens blieb es frostig frisch, tagsüber konnte das Thermometer auf Werte um 20° Celsius klettern. Am Nachmittag des Monatsletzten frischte ein warmer Wind aus Südwesten merklich auf. Er kündigte einen bevorstehenden Wetterumschwung an.

Werfen wir noch einen Blick auf die Wetterzahlen des hinter uns liegenden Winters 2018/19: Mit einer Durchschnittstemperatur von 2,8° Celsius lag der Murrhardter Winter 2018/19 um 2,6 Grad über dem Mittelwert aus den Jahren 1961 bis 1990. Es fielen insgesamt 398 Millimeter Niederschlag. Damit hatten wir 134 Prozent des Schnitts oder 102 Millimeter mehr Niederschlag als üblich zu verzeichnen. Eine Wohltat nach dem trockenen Sommer 2018. 50 trockene Tage im Winter 2018/19 stehen durchschnittlich 39 trockene Tage gegenüber. An acht Tagen fielen mehr als 20 Millimeter Niederschlag (üblich zweieinhalb).




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