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Nachrichten rund ums Murrhardter Wetter


  01.05.2019 - veröffentlicht von Freddy Friedhoff    Bookmark and Share

Der Murrhardter Wetterverlauf im April 2019
Viel zu trocken mit einer Sommerphase ab der Monatsmitte
Abgesehen von einer 10-tägigen sehr warmen und sonnigen Phase ab der Monatsmitte präsentierte der April 2019 etwa das Wetter, dem er seinen Namen gibt, nämlich eher wechselhaftes Aprilwetter. Die Natur startete im Gegensatz zu den vergangenen Jahren etwas verhaltener, durchgängiges Waldgrün war gegen Ende des Monats durch die vorausgegangene Warmphase dennoch fast schon voll vorhanden. Nur spät austreibende Sorten wie Ulme und Eiche zeigten sich noch lichter. Mit 36 Litern Niederschlag pro Quadratmeter, auf dreizehn Tage verteilt, konnten wir nur weniger als die Hälfte des normalen Monatsschnitts messen. Das Monatsmittel der Temperatur lag bei etwa 11° Celsius, was fast vier Grad mehr als das sonst Übliche sind. Über den Monat verteilt hatten wir bereits zehn Sommertage mit Temperaturwerten über 25 °C, und nur noch zwei Tage mit Frost. Der Wind wehte streckenweise doch recht ruppig, echte Frühlingsstürme waren aber kein Thema. Der Luftdruck lag zwischen 992 und 1025 Hektopascal, wobei über den Monat verteilt einige Aufs und Abs zu messen waren. Somit ist auch ein mittlerer Luftdruck von 1010 hPa völlig im Rahmen.


Drei Tage lang konnte sich der Ende März ausgebrochene Frühling im Südwesten Deutschlands noch mit Spitzenwerten der Temperatur von über 20° Celsius austoben, dann wurde er von Tief Philipp mit sehr kalter Luft und Niederschlag eingefangen. Im äußersten südwestlichen Zipfel, wie zum Beispiel in Schwörstadt, reichte es sogar bis ins Flachland zu Schnee. In der Murrhardter Gegend hingegen dominierte am 4. ganztägig graue Bewölkung, aus der bei maximal 5° Celsius Sprühregen fiel. Gleichzeitig konnten sich die Bewohner des Berliner Landstrichs über 20° Celsius und mehr freuen. Das erste Aprilwochenende blieb es dann niederschlagsfrei, die Sonne schien von einem unterschiedlich bewölkten Himmel und das Thermometer konnte so in die Region um 20° Celsius steigen.

Während im vergangenen Jahr der Supertrockensommer schon im April seinen Anlauf genommen hat, ließ sich das Frühjahr 2019 ein wenig bitten. Oder sagen wird besser: Es bewegte sich auf normalem mitteleuropäischem Frühlingsniveau. So blieb die Großwetterlage auch in der zweiten Aprilwoche abwechslungsreich. Auf einen sonnigen Wochenstart folgten zwei Tage mit einigen Spritzern Regen, dann wieder zwei wolkenlose Tage bevor die Höhen um Murrhardt herum in der Nacht von Samstag auf Sonntag (14.) durch Schneefall leicht angezuckert wurden. Ursache war ein Höhentief, das sehr viel Restkälte nach Mitteleuropa geschaufelt hatte.

Zu Beginn der Karwoche schien sich die Witterung zu stabilisieren. Der Montag startete noch mit leichtem Frost aber auch schon einigen Sonnenstunden tagsüber. Am Dienstagabend (16.) schlich sich ein kleiner Tiefausläufer von Westen her herein. In der Nacht zum Mittwoch und am Mittwochmorgen fielen einzelne verirrte Tropfen Regen. Bis sich der Tag verabschiedete waren auch die Wolken wieder verschwunden. Ab Gründonnerstag bekamen wir jeweils die Maximalausbeute an Sonnenschein ab. Und das bis Ostermontag inbegriffen. So sonnige und warme Osterfeiertage hat es schon einige Jahre nicht mehr gegeben.

Das Hochdruckgebiet Leonore, dem wir diese Sonnenwetterphase zu verdanken hatten, blieb uns noch bis Mittwoch (24.) wetterbestimmend erhalten. Ein wenig eingetrübt war der Dienstag (23.), allerdings mehr von in hohen Luftschichten heran geschaufeltem Saharasand als von Wolken. Am Teiler der Nachosterwoche drängten mit Sander und Theodor zwei Tiefdruckgebiete vom Atlantik her in Richtung europäisches Festland. Als Vorbote zog am Mittwochabend zunächst einmal ein Windfeld über die Region. Eine Böe sorgte für einen Baumwurf auf eine Freileitung, was wiederum zu einem knapp einstündigen Stromausfall in Teilen Murrhardts führte. Nach einem noch recht warmen Donnerstag kam in der Nacht zum Freitag die Abkühlung. Das Thermometer stieg tagsüber gerade mal noch auf 12° Celsius. Dazu gesellte sich leichter Regen, der uns bis zum Sonntagmorgen in Schauerform erhalten blieb. Insgesamt war die Niederschlagsausbeute der drei Tage aber mit etwa 17 Litern pro Quadratmeter für den ausgedörrten Boden weniger als ein Tropfen auf den heißen Stein.

Auch die beiden letzten Apriltage waren nicht gänzlich niederschlagsfrei wobei sich der Regen am Montag auf den Abend und am Dienstag auf den frühen Morgen beschränkte. Nach der sonnig-warmen Phase ab der Monatsmitte bewegten sich so zum Monatsende auch die Temperaturwerte wieder in Bereichen, die der Jahreszeit angemessen sind.

Insgesamt betrachtet war der April 2019 vor allem wieder viel zu regenarm und ab der Monatsmitte für etwas zehn Tage sehr warm. Zum Monatsende hatten wir eine Grünlandtemperatursumme von 685 Grad auf dem Konto, ein mit April 2018 vergleichbarer Wert.


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