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Nachrichten rund ums Murrhardter Wetter


  22.05.2019 - veröffentlicht von Freddy Friedhoff    Bookmark and Share

Der Murrhardter Wetterverlauf im Mai 2019
:-)

Der Maifeiertag 2019 war einer derjenigen, die sich für Wanderungen aller Art zugänglich zeigten. Die Flora war bereits erwacht, niemand brauchte sich im Wald vor ausschlagenden Bäumen zu fürchten. Der zum Teil sehr frisch auflebende Wind gebot allerdings einen Pulli oder eine Jacke. Der Folgetag zeigte sich zunächst noch einigermaßen mild bevor am späten Nachmittag ein paar Vorboten der Eisheiligen an die Türen des Südwestens klopften. Gegen 19:00 Uhr flutschte ein Windfeld mit frischer Kaltluft genau von Westen her über die Gemarkung. Am noch sonnigen Freitag (3.) zeigte die Temperaturkurve tendenziell bereits nach unten. Der Grund dafür war das große, sehr stabile und vor allem ortstreue Tiefdruckgebiet Werner mit Kern vor Murmansk über der Barentssee, das an seiner Westseite unentwegt eisige Polarluft nach Europa strömen ließ.

Das erste Maiwochenende startete zunächst grau bei Temperaturwerten um 6° Celsius bevor schon am Samstagvormittag leichter Regen einsetzte. Was dann in den Folgetagen als Witterung folgte hatte mit dem Frühsommer-Mai aus dem vergangenen Jahr so wenig zu tun wie Äpfel mit Birnen. Am Montag- und Dienstagmorgen herrschte leichter Frost, der Mittwoch brachte etwa 15 Liter Regen pro Quadratmeter, der Donnerstag (9.) startete zunächst noch mit nur leichter Bewölkung bevor schon am Vormittag wieder sporadisch Regen von Südwesten her aufkam.

An dieser Großwetterlage änderte sich auch über das Wochenende der Eröffnung des Murrhardter Freibades nichts. Wenn sich die Wolken einmal ein klein wenig auflösten, war es in der Sonne gleich bollewarm. Eine halbe Stunde später zog der nächste Schauer durch und es kühlte wieder entsprechend ab. Einer dieser etwas kräftigeren Schauer brachte am Samstagnachmittag (11.) auch ein paar Blitze mit ihrem zugehörigen Donner mit. In der Nacht zum zweiten Eisheiligen Pankratius fielen noch ein paar Spritzer Regen, der Muttertag war dann wechselnd bewölkt, alles in allem mit einem kühlen Wind aber recht frisch.

Zum Start in Kalenderwoche 20 waren alle Wolken von der mittlerweile großräumig aus Norden eingeflossenen trockenen Kaltluft aufgesaugt, strahlender Sonnenschein war die Folge. Die Konsequenz von trockener Kaltluft aus Norden und fehlender Bewölkung war dann schließlich Frost am Morgen. Der fiel bis einschließlich der Kalten Sophie am 15. sehr moderat aus. Bis zum Wochenende bleib es bei dieser tockenen und frischen Witterung bevor dann wieder feuchtere Luftmassen Einzug hielten. Schon am Freitagabend (17.) gab es den ersten ordentlichen Guss mit rund 14 Litern Regen auf den Quadratmeter innerst kurzer Zeit. Auch am Samstagnachmittag gab es Schauer, am Sonntag braute sich über der Region wieder etwas zusammen. In der zweiten Tageshälfte begann es dann zu rumoren. Östlich und südlich von Murrhardt waren schwarze Wolkenbänke am Himmel zu sehen. Bedingt durch eine nicht vorhandene Höhenströmung blieben diese Gewitterzellen ortstreu und regneten sich dort ab, wo sie gerade standen. So bekamen Teile der Welzheimer Gemarkung um 50 Liter Niederschlag pro Quadratmeter ab, in Murrhardt fielen gerade einmal geschätzte 42 Tropfen Regen auf den Quadratmeter, noch nicht einmal die Straße sah richtig nass aus.

Wetter bestimmend in jener Zeit war das Tiefdruckgebiet Axel, das sich munter über Polen kringelte und mangels fehlender Höhenströmung wenig Zugzwang in Richtung Osten an verspürte. Über seine Ostflanke wurden sehr große, warme und äußerst feuchte Luftmassen aus dem Mittelmeergebiet nach Norden geschaufelt. In der Folge setzte am Montag Regen ein. Als der Niederschlag in der Nacht zum Mittwoch nachließ waren 65 Liter pro Quadratmeter Regen gefallen. Das ist die Menge, die die Murr und ihre Zubringer in Murrhardt noch vertragen ohne über die Ufer zu treten, sofern der Niederschlag über mehr als 24 Stunden verteilt fällt.

Nachdem sich Axel dann doch in Richtung Osten verabschiedet hatte wurde es ab Mitte der Woche wieder sonniger und vor allem wärmer.



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