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Nachrichten rund ums Murrhardter Wetter


  01.11.2017 - veröffentlicht von Freddy Friedhoff    Bookmark and Share

Der Oktober 2017 in Bild und Text
Sommerwetter zur Monatsmitte
Drei Witterungsphasen hatte der Oktober 2017 zu bieten. In der ersten und letzten Dekade durchwachsenes Herbstwetter mit Sturm im Norden Deutschlands, dazwischen Sommerwetter. Die Durchschnittstemperatur lag mit 11,2 Grad Celsius 2,6 Grad über dem vieljährigen Mittelwert von 8,6° C. Der Tageshöchstwert der Temperatur wurde zur Monatsmitte am 16. mit 27 Grad Celsius erreicht, der Tiefstwert lag am Monatsletzten bei -0,1 Grad. Diesem einen Tag mit ganz leichtem Frost stehen zehn Tage mit mehr als 20° C gegenüber, darunter sogar vier Sommertage mit mehr als 25° Celsius. An 15 Tagen, an denen es regnete, nieselte oder nebelnässte kamen in Summe 92 Millimeter Niederschlag zusammen, was etwa 90 Prozent des Durchschnitts sind. Der Luftdruck lag im Mittelwert bei 1021,7 Hektopascal und bewegte sich abgesehen vom Durchmarsch der beiden Sturmtiefs des Monats im Hochdruckbereich mit einem Minimum von 1007 am 29. und einem Höchstwert von 1032 Hektopascal am 14.

Pünktlich am 1. Oktober um 11:00 Uhr zur Eröffnung des Naturparkmarktes in der Murrhardter Innenstadt wichen die dunklen Wolken des Morgens eitel Sonnenschein. So stand einem Marktbummel nichts im Weg, die Händler zeigten sich am Abend zufrieden. Das Thermometer stieg im Schatten an 18° Celsius, in der Sonne war es um einiges wärmer.
Tags darauf wechselten sich Sonne und Wolken ab, es blieb aber bis zum Abend trocken. In der Nacht zum Tag der Deutschen Einheit setzte Regen ein, der bis in die Mittagsstunden anhielt und zum Teil sehr heftig war. In Summe sind knapp 35 Liter Regen pro Quadratmeter gefallen. Es war mit Abstand der niederschlagsreichste Tag des Monats. Nachmittags schien wieder die Sonne bei allerdings nur noch 15° Celsius.

03.10.2017: Sonne und Wolken wechseln sich ab



Am Donnerstag (5.) fegte das Sturmtief Xavier als sogenannter Schnellläufer vor allem über den Norden Deutschlands hinweg und hinterließ dort nicht unerhebliche Schäden. Besonders im Bahnverkehr machten sich die Auswirkungen des Sturms noch Tage später bemerkbar. In unserer Region nahmen wir Xavier bei zunächst tagsüber noch strahlend blauem Himmel durch einen ruppig auffrischenden Wind wahr. Gegen 16:00 Uhr gab es dann auch in Murrhardt wie aus dem Nichts einige lokale, äußerst starke Windböen, die Luftfeuchtigkeit stieg rasant an und hernach setzte Regen ein, der bis in die Nacht anhielt. Bis zum Wochenende hatten wir einen Mix aus Sonne und Wolken, am Freitag auch ein wenig Regen. Regen war auch der bestimmende Wetterfaktor am Sonntag (8.). Er setzte schon in der Nacht ein.

Das Mixwetter setzte sich auch in Kalenderwoche 41 fort. Bis Mitte der Woche war leichter Niederschlag immer wieder mal ein Thema. Am Wochenteiler herrschte viel Sonnenschein, das Thermometer vermochte an 18° Celsius zu steigen. Tags darauf war es zunächst bedeckt, bevor am Nachmittag dann doch die Sonne noch ein wenig hinter den Wolken hervor kam. Es blieb recht mild bei Wind aus unterschiedlichen Richtungen.

Ab Mitte der Woche (Donnerstag, 12. Oktober) nistete sich das Hochdruckgebiet Tanja über Europa ein und bildete mit bis an 1030 Hektopascal Kerndruck ein mächtiges Bollwerk gegen Tiefs aus dem atlantischen Raum. In der Folge stieg das Thermometer nach einem teilweise nebligen Start in der Tag nachmittags auf sommerliche Werte von über 25° Celsius. An einigen Tagen war auf dem Satellitenbild von Sizilien bis Helgoland über gesamt Mitteleuropa keine einzige Wolke zu sehen. Ein absolut seltenes Phänomen, vor allem im Oktober.

Diese Schönwetterphase hatte eine gute Woche Bestand bevor der Ex-Hurrikan Ophelia an die irische Küste rauschte und dort erhebliche Schäden anrichtete. In seinem Schlepptau sickerte etwas feuchtere Luft zu uns, die am Samstag (21.) und Sonntag auch ein wenig Regen brachte. Die letzte komplette Oktoberwoche begann zunächst wolkenverhangen grau bevor sich der Mittwoch und der Donnerstag Dank dem Hochdruckgebiet Ulrike doch noch sonnig und bis 21° Celsius warm zeigten.

Damit war aber am Freitag (27.) Schluss. Lag die Frühtemperatur noch bei knapp 13° Celsius zeigte die Kurve im Tagesverlauf nur nach unten. Schon ab dem frühen Morgen überquerte uns eine Regenlinie, auf ihrer Rückseite floss kalte Nordluft zu uns, es wurde aber wieder sonniger. Am Samstag begann das Sturmtief Herwart über Skandinavien zu schlittern. An seiner Westflanke kamen in der Nacht zu Sonntag und am Sonntag selbst sehr starke Windböen bin in unsere Gegend herunter. An Nord- und Ostsee sowie in Ostdeutschland erreichte der Sturm wie schon Xavier zu Beginn des Monats Orkanstärke. Entsprechende Schäden waren zu verzeichnen. An den letzten Oktobertagen herrschte ruhiges Herbstwetter, am Ultimo gab es den ersten leichten Frost des Monats.






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