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Nachrichten rund ums Murrhardter Wetter


  30.11.2017 - veröffentlicht von Freddy Friedhoff    Bookmark and Share

Novemberwetter 2017
Viel Regen und ein Abgang in weiß
Mit mehr als 150 Liter Regen und ein paar Zentimetern Schnee pro Quadratmeter brachte der November 2017 bezogen auf den Mittelwert der Jahre 1961 bis 1990 über die Hälfte mehr der sonst üblichen Niederschlagsmenge auf den Boden. Bis auf den Monatsletzten war dies durchweg Regen, zum Ausklang des Novembers bekamen wir auch noch ein wenig Schnee. Den 12 absolut niederschlagsfreien Tagen stehen 10 Tage mit mehr als fünf Millimetern Nass von oben gegenüber. Mit rund fünf Grad Celsius Durchschnittstemperatur gehörte der November 2017 zu den gegenüber dem Schnitt nur moderat wärmeren Novembern seit Aufzeichnungsbeginn 1951. Nur anfangs des Monats und zu Beginn der dritten Dekade stieg das Thermometer ein wenig über 15° Celsius nach oben, sonst lag die Temperatur meist zwischen fünf und zehn Grad Celsius. Frost gab es an nur drei Tagen. Die Luftdruckkurve des Monats zeigt wieder einmal mehr hohe Berge und tiefe Täler. Der höchste Luftdruck herrschte zur Monatsmitte mit 1030 Hektopascal, der Tiefstwert lag am 12. bei 993 Hektopascal.

In den ersten vier Tagen des Novembers 2017 zeigte sich die Witterung noch einigermaßen gemäßigt. Von Frost keine Spur, tagsüber kletterte das Thermometer auf Werte zwischen 13° und 17° Celsius. Dazu wehte bei wechselnder Bewölkung ein leichter Wind aus unterschiedlichen Richtungen. Eine Wetterwende brachte der Sonntag (5.) mit sich. Über den Tag verteilt fielen knappe 14 Millimeter Regen, allerdings meist nur in homöopathischen Dosen.

Von da an etablierte sich regelrechtes Höhlenwetter der feinsten Art. Von früh bis spät wurde es nicht mehr richtig hell, das Thermometer pendelte lethargisch zwischen 4° und 6° Celsius hin und her. Ab Mittwoch (8.) gesellte sich zu diesen Wetterzutaten auch noch fieser Feinregen, der zwar kaum messbar ist, aber trotzdem alles durchnässt. Der November wäre nicht der November, wenn sich diese Wetterlage wieder schnell verzogen hätte.

Im Gegenteil. Am Freitag (10.) kam gegen Mittag ein etwas stärkerer Schauer nieder. Dieser kurze Guss fand in den Nachmittag- und Abendstunden seine Fortsetzung in Form von leichtem Dauerregen, der nicht enden wollte. Als der Sonntag in den Montag überging war der Erdboden vollkommen durchnässt. Sechzig Liter Niederschlag in drei Tagen hatten auch dafür gesorgt, dass der Murrpegel Oppenweiler die Zweimetermarke kurzzeitig knapp überschritt. Am Murrhardter Feuerwehrhaus blieb er unter dieser Marke.

Bemerkenswert an jener Regenzeit war auch der Durchzug der Kaltfront von Tiefdruckgebiet Numa am Sonntagnachmittag. Bei einem Kerndruck von 993 Hektopascal rauschte um 14:00 Uhr die Böenfront des Tiefs über uns hinweg, das Thermometer sackte recht rasant auf knappe 3° Celsius ab und mancherorts fiel der Strom aus. Nach diesem Tiefdruckgebiet stellte sich für eine Woche lang typischen Novemberwetter ein. Von früh bis spät war es neblig grau, der Himmel zeigte kaum oder keinerlei Strukturen, die Quecksilbersäule verharrte meist im tiefen einstelligen Bereich. Eine Ausnahme bildete der Mittwoch (15.), an dem auch kurzzeitig mal die Sonne durch die dicken Wolken- und Hochnebeldecke kam.

Am Sonntag (19.) stellte sich wieder eine kleine Wetteränderung ein, die sich bei uns im Form von leichten Schauern bemerkbar machte. In der Nacht vom Montag auf den Dienstag begann es dann stärker zu regnen. Mitte der Woche kam ein wenig die Sonne raus, was sich gleich an Tageshöchstwerten um 15° Celsius bemerkbar machte. Die drei sonnigeren Tage, die wir Hoch Zoe zu verdanken hatten, gingen aber schnell vorbei. Ab Freitagabend (24.) zeigte sich der November wieder von seiner nassen und kälteren Seite. Nachdem der Samstag fast komplett verregnet war fielen am Sonntagmorgen bei Temperaturwerten knapp über Null Grad ein paar wenige Schneeflocken. Liegen blieb davon aber nichts. Mit Maximalwerten der Temperatur von etwa fünf Grad Celsius ging es bei vielen Wolken und einzelnen Regenphasen durch die letzte Novemberwoche. Zum Monatsabschluss am 30. fing es morgens bei knapp über Null Grad Celsius leicht an zu schneien, die Landschaft wurde bis ins Tal in ein weißes Gewand gehüllt.

Werfen wir noch einen Blick auf die Wetterdaten des Herbstes 2017. Mit einer Durchschnittstemperatur von 9,8 Grad Celsius lag der Murrhardter Herbst 2017 bis um 1,3 Grad über dem Mittelwert aus den Jahren 1961 bis 1990. Es fielen insgesamt 315 Millimeter Niederschlag. Damit hatten wir 20 Prozent mehr Niederschlag als üblich zu verzeichnen. 42 trockene Tage im Herbst 2017 stehen durchschnittlich 49 trockene Tage gegenüber. An drei Tagen fielen mehr als 20 Millimeter Niederschlag (üblich sind etwa zwei).

Mit dieser Wetternachlese wünsche ich eine gesegnete Adventszeit, ruhige Weihnachtsfeiertage sowie ein genussvolles Hinübergleiten in das Jahr 2018. Weiterführende Informationen, aktuelle und archivierte Wetterwerte sowie Bilder rund um das Murrhardter Wetter gibt es unter der Adresse www.murrhardtwetter.de.


 www.murrhardtwetter.de  Ein Dienst (1178/23561/7068) von Freddy Friedhoff für Murrhardt und den Rest der Welt • E-Mail: wetter(at)moxl(dot)com 
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