?  
 

Nachrichten rund ums Murrhardter Wetter


  01.01.2018 - veröffentlicht von Freddy Friedhoff    Bookmark and Share

Der Dezember 2017
Sehr feucht mit extrem wenig Sonnenschein
Mit einem Mittelwert der Temperatur von 2,7° Celsius fiel der Dezember 2017, wie fast schon üblich, ein wenig zu warm aus. An immerhin 18 Tagen herrschte Frost, ein Eistag war allerdings keiner dabei. Der Höchstwert der Temperatur wurde an Silvester mit 13,4° Celsius erreicht, der Tiefstwert lag am 10. bei –3,6° Celsius. An der Hälfte der Tage fiel recht gleichmäßig über den Monat verteilt Niederschlag, mal als Schnee, öfter aber als Regen. Die Niederschläge summierten sich auf insgesamt 76 Millimeter pro Quadratmeter. Dies sind etwa 30 Prozent weniger als sonst in einem Dezember üblich. Ein durchschnittlicher Wert der relativen Luftfeuchte von fast 90 Prozent zeugt dennoch der Nässe des Monats. Der relative Luftdruck bewegte sich mit viel Auf und Ab zwischen 979 und 1038 Hektopascal.

Am Monatsletzten des Novembers hatten wir ja schon einen kurzen Vorgeschmack auf den Winter in Form von leichtem Schneefall bekommen. Bis zum ersten Advent (3.) war von diesem Schnee kaum noch etwas zu sehen. So war Platz für frischen. Am Sonntagabend kam ein neues Schneeband von Norden her bis in unsere Gegend. Es ließ die Landschaft bis zum Montagmorgen wieder weiß erscheinen.

In der fast durchgehend von vielen grauen Wolken geprägten Woche zum zweiten Advent hin stand der Donnerstag (7.) als Leuchtturm da. Nach recht schneller Auflösung von Dunst und Frühnebel herrschte den ganzen Tag über eitel Sonnenschein, kaum ein kleines Wölkchen ließ sich am Himmel blicken. Bei so viel Sonnenschein schaffte es das Thermometer am Nachmittag sogar, die 10-Grad-Marke nach oben hin zu durchbrechen. Aber schon einen Tag später war wieder Schluss mit Sonnenschein. In der Nacht setzte leichter Regen ein, am Nachmittag gingen schließlich einige starke Schnee- und Graupelschauer nieder. Kaltes Aprilwetter im Dezember.

Der Weihnachtsmarktsamstag (9.) blieb bei wechselnder Bewölkung von oben trocken, aber bei einem teilweise schneidenden Wind und Temperaturwerten um den Gefrierpunkt kalt, gefühlt sogar sehr kalt. Der zweite Adventsonntag startete zunächst bei -3° Celsius mit ein paar Sonnenstrahlen. Westlich des Rheins hatte sich aber schon in der Nacht ein riesiges, fast komplett Frankreich bedeckendes Warmwolkengebiet aufgebaut, um dann im Lauf des Tages in Richtung Osten zu ziehen. Für die Murrhardter Gegend bedeutete dies ab 11:00 Uhr für sagenhafte vier Stunden Schneefall und danach Regen mit sofortigem Tauwetter.

Auch in Kalenderwoche 50 mochte sich die Witterung nicht so recht entscheiden, ob sie in Richtung winterlich oder Weihnachtsfrühling tendieren soll. In unserer Region blieb es bei meist grauer Bewölkung, zur Wochenmitte ein wenig Regen und einem von oben trockenen aber unsonnigem dritten Adventwochenende. Die Quecksilbersäule bewegte sich meist im niedrigen einstelligen Plusbereich. Die Woche auf Weihnachten hin begann zunächst einmal mit ein wenig Schneefall. Am Donnerstag und Freitag gab es dann bei Temperaturen zwischen 5° Celsius und 7° Celsius auch ein wenig Regen. Also fast die Höchststrafe in Sachen Weihnachtswetter. Nach einem düster-grauen Heiligabend gab es am ersten Weihnachtsfeiertag ab dem späten Vormittag einen Lichtblick. Die Wolkendecke riss auf, die Sonne kam zum Vorschein. Und dies sogar so heftig, dass das Thermometer auf immerhin 10° Celsius steigen konnte.

Nach einer wolkenlosen und damit frostigen Nacht hielt der Sonnenschein bis zum zweiten Weihnachtsfeiertag um die Mittagszeit. Dann schoben sich mit einem sehr ruppigen Wind schon wieder Wolken von Westen her herein. Die Zeit zwischen den Jahren begann nach frostigem Start mit dichter Bedeckung im altbekannten grau, nachmittags setzte leichter Regen ein. Das Barometer war seit dem ersten Weihnachtsfeiertag von ehedem über 1025 Hektopascal auf nunmehr 986 Hektopascal gefallen. Ein sehr bemerkenswerter Druckabfall von knapp 40 Hektopascal innerst 60 Stunden. Nebenbei: Am 21. hatte der relative Luftdruck sogar bei sehr hohen 1035 Hektopascal gelegen.

Im Lauf der Woche ging der Regen kurzfristig auch mal in Schnee über. Die weiße Pracht hatte allerdings kaum Bestand, denn der Monatsletzte setzte einmal mehr einen Rekord: Mit einer Tageshöchsttemperatur von 13,4° Celsius war es der wärmste Silvestertag seit Beginn der regelmäßigen Murrhardter Aufzeichnungen im Jahr 1951.

Mit besten Wünschen für das Jahr 2018 beschließe ich diesen Wetterbrief und hoffe dass euch das neue Jahr viel Glück, Freude und stabile Gesundheit bringt.


 www.murrhardtwetter.de  Ein Dienst (1366/27333/8200) von Freddy Friedhoff für Murrhardt und den Rest der Welt • E-Mail: wetter(at)moxl(dot)com 
[Seite zurück] [Zum Seitenanfang]