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Nachrichten rund ums Murrhardter Wetter


  01.09.2019 - veröffentlicht von Freddy Friedhoff    Bookmark and Share

Der Murrhardter Wetterverlauf im August 2019
Hochsommerlich warm aber nicht so betontrocken wie im vergangenen Jahr
An nur zwei Tagen im August 2019 vermochte das Thermometer nicht über 20° Celsius zu steigen. Und das waren Regentage. Sonst zeigte sich das Wetter recht sommerlich bis hochsommerlich, der Niederschlag an 13 Tagen sorgte dafür, dass der Boden nicht vollkommen ausdörrte. In Summe waren es etwa 73 Liter pro Quadratmeter. Der Mittelwert der Temperatur lag mit 18,5° C etwa 2,3 Grad über dem vieljährigen Mittelwert (16,2). Das Maximum der Temperatur wurde am 18. mit 30,8° C erreicht, der Tiefstwert lag am 14. bei 8,7° C am frühen Morgen. Mit 17 Sommertagen im August 2019 waren wir recht gut bedient. Der Luftdruck pendelte zwischen 1006,7 und 1026,2 Hektopascal und damit permanent im Sommerhochbereich. Alles in Allem betrachtet war das Wetter im 2019er August sommerlich bis hochsommerlich, die Natur bekam immerhin einigermaßen genügend Regen ab.

Die ersten beiden Tage im August 2019 fühlten sich mit Spitzenwerten der Temperatur um 25° Celsius durchweg sommerlich an bevor am Samstag (3.) auf der Vorderseite von Tief Xaver einen Tag lang mit Regenschauern durchsetzte kühlere Nordluft über Deutschland zog. Schon Tags darauf war die Kaltluft wieder verschwunden, mit bis zu 27° Celsius war optimales Freibadwetter.

In Kalenderwoche 32 schien der Witterungswechsel vollzogen zu werden, der sich schon seit der letzten Heißphase in der dritten Julidekade angedeutet hat. Der Montag startete zunächst mit vielen Wolken, mancherorts im Südwesten auch mit ein paar Tropfen Regen bei milden 14° Celsius. Am Dienstag (6.) kam ein wenig Dampf in die Bude. Schon am Nachmittag zogen zwei Gewitterzellen südlich am Murrhardter Stadtkern vorbei. Am späten Abend reichte es dann auch über Murrhardt zur Zündung, das durchziehende Donnerwetter brachte sechs Millimeter Regen. Auch der Mittwoch war schaurig geprägt. Schon am frühen Morgen ging der erste davon nieder. Was als gewittrige Schauer begonnen hatte entwickelte sich im Lauf des Tages in einen ausgewachsenen Landregen mit 34 Litern pro Quadratmeter und gerade einmal 19° Celsius Tageshöchsttemperatur.

Tags darauf spürten wir die Auswirkungen dieses ergiebigen Niederschlags früh morgens zunächst als dichten Nebel. Dieser löste sich allerdings flugs auf und so konnte die Sonne das Thermometer von einem fast wolkenlosen Himmel wieder über die 20-Gradmarke nach oben treiben. Der Freitag wartete mit einem Spitzenwert der Temperatur knapp unter 30° Celsius auf, das Wochenende war auch noch durchweg sonnig wobei jeweils in der Nacht doch einige Tropfen Regen fielen.

Nachdem es auch in der Nacht zum Montag (12.) leicht geregnet hatte kam mit KW 33 nicht nur im Kalender das Ende des Hochsommers. Während im Norden Deutschlands Tief Andreas das Zepter in der Hand hielt lag der Süden noch im Einflussbereich von Hoch Beatrix, das uns zwar sonniges Wetter, aber in den Wochenstart auch Temperaturhöchstwerte von nur knapp über 20° Celsius bescherte. Mit einem Mix aus Sonne und Wolken, zwischendurch auch einmal ein paar kaum messbare Tropfen Regen und täglich ein klein wenig steigenden Temperaturen ging es durch die Woche. Nachdem das Thermometer am Samstag in der Spitze 23° Celsius angezeigt hatte schwappte am Sonntag vor einer Kaltfront noch ein Schwall Heißluft zu uns und ließ die Temperatur auf über 30° Celsius hochschnellen.

Am Sonntagnachmittag und in der Nacht zum Montag (19.) überzog diese Kaltfront schließlich Deutschland von West nach Ost. Punktuell, wie beispielsweise im Raum Langen bei Frankfurt am Main, ging es mit Gewittern und Sturmböen ordentlich zur Sache, in Murrhardt war zu nächtlicher Stunde ein leichtes Donnergrollen in der Ferne zu hören, es fiel ein wenig Regen, das Thermometer wollte bis zum Morgengrauen nicht unter 18° Celsius fallen. Somit war also bei uns vom Durchzug einer Kaltfront mit den sonst üblichen Begleiterscheinungen wie Starkwind und heftigem Regen zunächst nichts zu spüren. Dass dennoch kältere Luft zu uns gekommen war spürten wir tagsüber. Das Thermometer verharrte auf seinem Weg nach oben nur knapp über der 20-Gradmarke.

Am Dienstag schlich sich im Tagesverlauf in dichter Bewölkung ein Niederschlagsgebiet aus Südwesten heran, das ab dem Nachmittag tröpfchenweise Regen brachte. Dazu war es mit gerade einmal 17° Celsius noch um einiges kühler als 24 Stunden zuvor. Der Regen wurde gegen Abend etwas stärker, in Summe fielen bis zum nächsten Morgen, der mit Nebel startete, acht Liter pro Quadratmeter. Im weiteren Wochenverlauf kam mit dem Hochdruckgebiet Corina wieder ein kleiner Hauch von Sommerwetter zurück, die Quecksilbersäule vermochte wieder über 20° Celsius nach oben zu klettern.

Durch die komplette dritte Augustdekade hielt dieses sommerliche Wetter an. Zu Sommerwetter gehören unter Umständen auch Gewitter. Ein solches streifte Murrhardt am Sonntagabend (25.), es fielen innerst einer halben Stunde etwa sechs Liter Regen pro Quadratmeter. Über den gesamten Zeitraum lagen die Höchstwerte der Temperatur bei meist viel Sonnenschein gut über 25° Celsius. Bemerkenswert war, dass die Quecksilbersäule auch nachts stets im zweistelligen Bereich blieb. Am Monatsletzten war für den Start in den September ein wenig kühleres Wetter in Sicht. Die nächsten Tage werden es zeigen, wie es wirklich wird.

Hier noch die Wetterzahlen des Murrhardter Sommers 2019: Mit einer Durchschnittstemperatur von 19° Celsius lag der Murrhardter Sommer 2019 um 2,8 Grad über dem Mittelwert aus den Jahren 1961 bis 1990 (16,2° C). Wir haben 52 (29,2) Sommertage (Tmax >= 25° C), davon 15 (5.5) heiße Tage (Tmax >= 30° C) und 2 (0,2) sehr heiße Tage (Tmax >= 35 °C) verzeichnet.
Es fielen insgesamt 222 mm Niederschlag. Damit hatten wir nur 71 % des Schnitts oder etwa 87 mm weniger Niederschlag als üblich zu verzeichnen. 59 trockene Tage im Sommer 2019 stehen durchschnittlich etwa 50 trockene Tage gegenüber. An 2 Tagen fielen mehr als 20 mm Niederschlag (üblich 3,4).


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